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Mo + Mi: 19.00 Uhr Sportplatz Herzogenbuchsee

Fr: 19.30 Uhr Polyfit, Aarwangen.

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Was ist Lacrosse

Lacrosse ist ein Mannschaftssport, der auf einem Rasen- oder Kunstrasenplatz gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, den Ball mit dem Schläger (”Stick”) in das gegnerische Tor zu schleudern. Die quadratischen Tore (1,83 m Seitenlänge) sind dabei, ähnlich wie beim Eishockey, auf das Spielfeld eingerückt. Auf dem Spielfeld befinden sich bei Damenlacrosse 2 x 12 Spielerinnen (fünf Angreifer, fünf Verteidiger, ein Center und ein Torwart) und beim Herrenlacrosse 2 x 10 Spieler (ein Torwart und je drei Verteidiger, Mittelfeldspieler und Angreifer). Die dabei benutzten Schläger haben eine Länge von etwa 1 m (Angriff/Mittelfeld) bzw. 1,8 m (Verteidigung) und bestehen aus Aluminium oder Holz. Der Schlägerkopf besteht aus einem Plastikrahmen, in dem ein aus Leder geflochtenes Netz gespannt wird.

 

Geschichte:

Das Spiel stammte von den Indianern an der Ostküste der USA und an den Großen Seen. Sie nannten es Baggataway oder auch Tewaraathon („kleiner Bruder des Krieges“) und weihten es dem Kriegsgott. Nicht selten endeten diese Spiele, die zur Vorbereitung auf Kriege mit anderen Stämmen gespielt wurden, tödlich. Die Spiele wurden zum Teil mit mehr als 100 Spielern ausgetragen, und als Tor galt oft ein Stein oder ein Baum.

Erstmals erwähnt wurde das Spiel 1634 von dem französischen Jesuitenmissionar Jean de Brébeuf in Ontario, den die Schläger an einen Bischofsstab erinnerten und der dem Spiel den Namen La Crosse gab, das französische Wort für Bischofsstab. In den 1850er-Jahren fingen auch Weiße an, sich für Lacrosse zu interessieren. 1856 gründeten die Franzosen den ersten Club Montréal Lacrosse Club. Den Siegeszug begann Lacrosse im Jahr 1867. In diesem Jahr wurde der kanadische Verband, Canadian National Lacrosse Association, aus der Taufe gehoben, die Anzahl der Teams stieg von 6 auf ca. 80, und auch der erste Verein der USA wurde gegründet. Erstmals kam das Spiel nach England. 1874 gelangte Lacrosse nach Australien und 1878 nach Neuseeland. 1879 wurde der Dachverband in den USA gegründet.

Das erste Frauen-Lacrossespiel wurde 1890 an der Klosterschule St. Leonards in Schottland gespielt - eine Nonne las über Lacrosse und beschloss, dass dies eine gute Sportart für die von ihr unterrichteten Mädchen wäre. Männer- und Frauen-Lacrosse wurde bis in die Mitte der Dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts ohne schützende Ausrüstung mit fast den gleichen Regeln gespielt. Zu dieser Zeit fingen die Regeln des Männer-Lacrosse an, sich stark zu verändern, während Frauen-Lacrosse weiterhin mit den ursprünglichen Indianischen Regeln gespielt wurde. Bis etwa zur Jahrtausendwende beispielsweise spielten die Damen noch ohne feste Seitenlinien - vielmehr wurde als Anhaltspunkt eine Baumreihe, die nächste Wiese oder ein Strauch genommen.

Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis und bei den Spielen 1908 war Lacrosse bei den Männern Wettkampfdisziplin, bei den Spielen 1928 in Amsterdam und Spielen 1948 in London war es im olympischen Vorführungswettbewerb.

Heutzutage spielen Frauen und Männer Lacrosse nach völlig unterschiedlichen Regeln. Die Frauen-Lacrosseregeln limitieren den Schläger- und Körperkontakt und deshalb wird nur wenig Schutzausrüstung gebraucht. Beim Männer-Lacrosse hingegen werden, ähnlich dem Eishockey, Helme, Rippen- und Schulterschutz und Handschuhe getragen.

Anschließend allerdings versank der Sport Lacrosse für eine Weile in der Versenkung. Weder die Indianer noch die US-Amerikaner/Kanadier zeigten noch ein großes Interesse für den Sport. Er überlebte einzig als Collegesportart an einigen Prepschools der Ostküste. Dabei wäre es wohl auch geblieben, denn der Wachstum des Sports war durch einige Faktoren limitiert. Zum einen war der Sport durch seinen Charakter, ein „Sport der Elite“ zu sein, nur einer kleinen Bevölkerungsschicht zugänglich, zum anderen gab es nur wenige Indianer, die in der Kunst der Anfertigung von Lacrosse-Schlägern ausgebildet waren. Erst durch die Einführung des Kunststoffschlägerkopfs wurde Lacrosse dann einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

Quelle: Wikipedia.org